Interview mit Karen Heinreichs (von Sat 1) zum Thema Fördermittel, Fördergelder für Startups und Gründungen. Buchvorstellung Kai Schimmelfeder

Kai Schimmelfeder, Mr. Fördermittel und Fördermittel-Papst im Interview mit Karen Heinrichs (Moderatorin vom Fernsehsender Sat 1). Startups haben in 2018 (Quelle: Gründungsmonitor der KFW 2019) zusätzlich zu den eigentlichen Gründungsarbeitsplätzen 219.000 Vollzeitarbeitsplätze geschaffen. Startups und Gründungen gehören damit zu den Treibern von Innovationen und Schaffung von Arbeitsplätzen, erläutert der Fördermittel-Berater und Experte für Zuschüsse und Subventionen Kai Schimmelfeder.

Insgesamt sind 547.000 Gründungen im Jahr 2018 errechnet worden. Es gehören Nebenerwerbsgründungen, Gründung durch Unternehmenskauf und Betriebsübernahmen (Anteil 13%) und die Technologie getriebenen Gründungen der Startups dazu. 

Vollerwerbsgründer sind mit 255.000 Personen bei ca. 46,6% an den 547.000 Gründungen beteiligt. 292.000 Gründer starteten im Nebenerwerb. Die meisten aller Gründer sind Chancengründer, mit einer Summe von 382.000. Notgründer sind in Summe 148.000 Personen. Wie das Wort Chancengründer vermuten lässt, sind hier die Gründungen vereint, die mit der Gründung bzw. mit dem „sich selbstständig machen“, eine Chance verbinden. Die Frage in der Umfrage war „Was trifft eher auf Sie zu: Haben Sie sich selbstständig gemacht, um eine Geschäftsgelegenheit (Chance) wahrzunehmen oder weil es keine bessere Erwerbsalternative (Not) gab?

Die Motive der Gründer sind unterschiedlich: Unabhängigkeit, höheres Einkommen, Lebensunterhalt, Geschäftsidee, Arbeitslosigkeit und sonstige Gründe wurden angegeben. Ein anderes Merkmal ist der Anteil der Frauen bei den Gründungen. Mit 216.000 Frauen ist der Anteil steigend und der Anteil der Männer mit 331.000 weiter fallend.

Spannend ist auch die Verteilung der innovativen Gründer mit 11%, der digitalen Gründer mit 22%, der internetbasierten Gründer mit 25% und der Wachstumsgründer mit 24%. Hier die Definition der KFW: digitale Gründer sind Gründer, deren Angebot nur durch den Einsatz digitaler Technologien nutzbar ist, internetbasierte Gründer sind Gründer, für die das Internet ein Kernelement ihres Geschäftsmodells ist; innovative Gründer sind Personen, die Forschung und Entwicklung betreiben, um eine technologische Innovation zur Marktreife zu bringen, Wachstumsgründer sind Personen, deren Unternehmen „so groß wie möglich“ werden soll. 

... und hinter der Kamera bzw. vor dem Interview war es dann so ...