Erfolgsfaktor Fördermittel – Vortrag mit Kai Schimmelfeder- Fördermittelexperte

Wie Sie öffentliche Förderprogramme für ihr Unternehmenswachstum nutzen, dass war das Thema des Vortragsredners Kai Schimmelfeder. Welche Potentiale und welche Störfaktoren gibt es zu nutzen bzw. zu berücksichtigen.

Die Europäische Union hält verschiedene Fördertöpfe in verschiedenen Förderfonds vor, um wirtschaftlich gewollte Finanzhilfen zu ermöglichen. Die mittelständischen Unternehmen profitieren hierbei besonders. Diese Mehrwerte beleuchtete der Vortrag “Erfolgsfaktor Födermittel” von den Fördermittelexperten Kai Schimmelfeder.

Über 5.100 Förderprogramme gibt es, die durch über 1.500 Richtlinien, Verordnungen und Gesetze eingerahmt werden. Zu den Zuschüssen aus den EU-Förderprogrammen gibt es zusätzlich noch die Förderkredite, Bürgschaften und Haftungsfreistellungen, sowie Mittelständische Beteiligungsgesellschaften, und anderes mehr.

 

Störfaktoren bestehen nicht nur in der bürokratischen Beantragung, sondern auch an den menschlichen Faktoren der Antragsteller und des Umfeldes. Fördermittelanträge sind nicht mal nebenbei zu stellen. Es bedarf Zeit, Eigenmittel und Willenskraft. Weitere Störfaktoren kommen je nach Projekt noch hinzu – und diese gilt es weit im Vorfeld einer Fördermittelbeantragung auszuschalten.

Der Vortragsredner Kai Schimmelfeder begeisterte neben den fachlichen Inhalten auch mit seiner Expertise aus über 10.000 Unternehmensprojekten. Er nahm die Teilnehmen mit auf eine Reise in den Fördermittel-Dschungel und motivierte die Zuschauer dabei, mehr als nur Standard zu denken. Die Gegenwart und Zukunft verlangt den mittelständischen Unternehmen eine Menge Anpassungen ab, und da sind die öffentlichen Förderprogramme mit ihren Zuschüssen, günstigen Förderkrediten, Innovationszuschüssen, Gründerförderungen, etc. genau richtig.

Kai Schimmelfeder fragte die Vortragsteilnehmer auch “Wo wollen Sie in zehn Jahren sein?”. Mit den Worten “Wenn Sie immer das machen, was Sie schon immer gemacht haben, warden Sie immer dort bleiben, wo Sie heute stehen!”, forderte er die Zuhörer auf, über die notwendigen Veränderungen nachzudecken und alles aus einem neuen Blickwinckel zu betrachten.

Viele Unternehmen bzw. Unternehmen starten Förderprojekte unter Zeitdruck bzw. Unter Finanzdruck. Das gilt es zu verhindern. Die vier grundsätzlichen Antragstellertypen nannte er “Träumer (hat kein Geld und keine Zeit), “Spieler” (hat Zeit, aber kein Geld”, “Realist” (hat Geld, aber keine Zeit) und “Stratege” (hat Geld und Zeit). Alle Typen können erfolgreich sein, - entscheidend dabei ist, die Energie, die aufgewendet werden muss, um erfolgreich Förderanträge und Förderzusagen umzusetzen.

 

Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen mit weniger max. neun Mitarbeiter haben Schwierigkeiten sich dem Thema Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Produktentwicklungen ausreichend zu widmen. Hier können Zuschüsse zu Personalkosten unterstützen und das führt oft zu mehr Wachstum in den kleinen Unternehmen. Aktuell haben von den ca. 3.6 Millionen Unternehmen in Deutschland, 3.3 Millionen Unternehmen max. neun Mitarbeiter. Viele dieser Unternehmen haben dabei weniger als 100.000,-Euro Gewinn vor Steuer. Hier stellte der Vortragsrender und Fördermittelexperte Kai Schimmelfeder die Frage: “Wie soll da die Zukunft gestaltet werden, wenn so wenig finanzieller Ertrag erschaffen wird?”.


Der Fördermittelberater Kai Schimmelfeder beleuchtete dann eine Auswahl von Investitionsmaßnahmen, die förderfähig sein könnten: Existenzgründung, Existenzaufbau/-festigung, Betriebsgründung, Betriebsübernahme/-übergabe, Betriebserweiterung, Betriebssicherung, Beteiligung an/ von Unternehmen, Aufnahme von Risikokapital/ Venture Capital, Erwerb eines Betriebsgrundstückes, Erwerb von Maschinen und Geräten, Schaffung von Arbeitsplätzen ,Schaffung von Ausbildungsplätzen, Umweltschutzmaßnahmen, Forschung und Entwicklung, Markteinführung neuer, innovativer Produkte, Inanspruchnahme von Unternehmensberatung, Inanspruchnahme von Schulungsmaßnahmen, Exportaktivitäten, Messeunterstützung, Internationale Projekte, Konsolidierungsmaßnahmen, Liquiditätshilfe, Fördermittel für Kunden, Vertriebsoptimierung, Betriebssteuerung über die Wertentwicklung Ihres Unternehmens, Intensivere Nutzung der verfügbaren Ressourcen, Optimierung, Kostenreduzierung im Unternehmen, Erhöhung der betrieblichen Intelligenz, Verbesserung des betrieblichen Ratings, Einführung eines besseren (effektiveren) Vertriebssystems

 

Auf die Frage aus dem Publikum: “Was können Unternehmen als Vorteile aus den verschiedenen Förderprogrammen nutzen?”, erläuterte Kai Schimmelfeder aus seiner Fördermittelpraxis Folgendes: Die Vorteile wirken sich in jedem Unternehmen anders stark oder schwächer aus,- man kann jedoch schnell erkennen, dass die Fördermittel viele Vorteile bieten können: Schutz und Schaffung von Eigenkapital, Zinsvorteile, Wachstumsvorsprünge, Liquiditätssicherung, nicht rückzahlbare Zuwendungen erhalten, Niedrigere Kosten (bei Zinsen, uvm.), Ratingverbesserung, Verbesserung der Bonität, Lohnkosten senken, Reduzierung Afa-Aufwand, Wunschkunde der Bank werden, Beraterkosten senken, Gewinne erhöhen, Liquidität verbessern, Marktanteile schneller erhöhen, u.v.m.

Die Teilnehmer wurden spannend unterhalten und Kai Schimmelfeder gab viele Impulse für die Teilnehmer. Bei dem Thema “Warum sagt mir das meine Hausbank nicht?” ,- wurde es still im Vortragsraum und Kai Schimmelfeder schaffte den Teilnehmern eine Verständnisbrücke. Es liegt nicht an den Banken, sondern an den Richtlinien. Er erzählte Geschichten zu den meisten Fördermittel-Irrtümern:

Ein Irrtum zum Beispiel ist: Meine „Hausbank“ hat alle Fördermittel! Das ist falsch. Richtig ist: Die sogenannten „Hausbanken“, also oft die Volks- und Raiffeisenbanken, Sparkassen oder Banken wie Deutsche Bank, Hypovereinsbank, Commerzbank o.ä. können nur einen Teil aus der Menge der Fördermittel „haben“. Investitionszuschüsse, also Geld vom Staat, die bei Investition als nicht rückzahlbare Fördermittel genutzt werden können, bekommen Unternehmen von Förderinstituten, bei Ministerien, o.ä. Institutionen. Die Hausbanken können an Unternehmen kein Geld oder Kredit verschenken, und deshalb bekommen Sie bei Hausbanken auch keine Investitionszuschüsse. Grundlage sind hier verschiedene Gesetze und auch die mit der Europäischen Kommission im März 2002 vereinbarte „Verständigung II“, die die Aufgaben der „Hausbanken“ und der Förderinstitute regelt. Im Gegensatz dazu bekommen Unternehmen bei den Förderinstituten kein Sparbuch, oder können dort Geld anlegen, etc.

 

Ein oftmals anderer Irrtum ist: Fördermittel, das sind doch alles billige Kredite! Richtig ist: Fördermittel sind unter anderem geförderte, (billige) Kredite. Fördermittel sind aber auch: Zuschüsse (geschenktes Geld vom Staat), steuerliche Vorteile, Tilgungszuschüsse, unbare Überlassungen, Gewährleitungen, Bürgschaften, Haftungsfreistellungen, Beteiligungen und auch Risikokapitalüberlassungen. Grundsätzlich kann man die Fördermittel unterteilen in: nicht rückzahlbar, nicht zu besichern, Kreditersatz, Sicherheitenersatz. Die Förderanlässe – also wofür gibt es Fördermittel -sind dabei vielschichtig und umfassen zum Beispiel die Bereiche: Nachfolge und Gründung, Investition und Wachstum, Unternehmenskauf-/Verkauf, Forschung/Entwicklung und Innovation, Umwelt/ Energie, Ausland/ EU-Fördermittel, Restrukturierung und Sanierung.  Die „billigen“ Kredite sind dabei in der Minderheit und Zuschüsse stehen oft im Vordergrund.

Einen wichtigen Aspekt hatte Kai Schimmelfeder noch für den Schluß des Vortrages parat: MIt den richtigen Förderprogrammen können die Unternehmen Wachstumsplateaus verlassen. Unternehmen können die Wachstumsgrenzen nicht überwinden, wenn diese nicht mit anderen Handlungsweisen an die Umsetzung gehen. Die notwendigen Investitionen, um Wachstumshürden zu überwinden, können mit verschiedenen öffentlichen Förderprogrammen co-finanziert werden.


Dem Vortrag vorausgegangen war eine Zeitungswerbung - initiiert durch die Oberpfalzmedien. Das Verlagshaus hatte den Top 100 Excellence Speaker (Vortragsredner) Kai Schimmelfeder eingeladen. Über 100 Teilnehmer hatten die kostenpflichtigen Tickets (79 Euro je Teilnehmer) schnell beim Ticketservice des Verlages im Februar gekauft.

Das Thema Fördermittel wird durch den Fördermittelexperten Kai Schimmelfeder zum Leben erweckt. Kai Schimmelfeder gibt in seinen Vorträgen nutzbare Hilfen und Mehrwerte im Thema der Antragstellung und liefert damit nachhaltige Vorträge. Er selber fordert nicht nur "Raus aus dem Standarddenken - rein in die Spitzenleistung", sonder ist auch selber immer wieder mit Auszeichnungen für seine Performance und seine Leistungen für die Teilnehmer geehrt. Aktuell im Januar 2019 mit der Auszeichnung "Top Empfehlung" und "Top Dienstleister". Gleichzeitig ist er auch einer der 100 besten Vortragsredner in den Top 100 Speakers-Excellence.